Das muss mal gesagt werden.


Sicherheit macht SinnEs wird Zeit, sich offen zu IT-Sicherheit zu bekennen.

Langsam fällt meine Stimmung nämlich auf den Nullpunkt wenn ich den ein oder anderen Artikel der meinungsführenden „SocialMedia“-Presse lese.

Da wird zum Beispiel in einem Artikel bei t3n aufgemacht mit der Headline „Nexus 7 – Diese 10 Apps gehören aufs Google-Tablet“ und es wird im gesamten Artikel nicht ein Wort zum Thema Sicherheit verschwendet?

Das kann so nicht weitergehen. Wir leben in einem immer vernetzteren Zeitalter. Kommunikation mit Hilfe von Tablets und Smartphones ist selbstverständlich und entwickelt sich immer schneller. Genau das haben auch die Entwickler von Mal- und Adware erkannt und rüsten sich.


Nur leider blendet die breite Autorenschaft das Thema IT-Sicherheit offenbar komplett aus. Wohin man blickt, überall nur Schwärmerei für die tollen neuen Funktionen der verschiedenen Geräte und Apps. Werbung für kleine Tools, die das Leben am Tablet einfacher machen. Aber: es zählt nicht nur die Marketing-Sicht auf die digitale Welt. Um den Kunden fundiert zum Einsatz von sozialen Medien im Marketing zu beraten, ist es aus meiner Sicht unabdingbar, auch über die Risiken und Gefahren zu informieren.

Ein sinnvoller Einsatz sozialer Medien muss in Zusammenarbeit mit der IT und im Einklang mit Sicherheitsrichtlinien stattfinden.

Dazu gehört einfach, dass man eine Mindestanforderung an die Sicherheitsausstattung der Geräte akzeptiert. Dazu gehören wie im PC-Bereich eine Firewall und ein Virenscanner. Denn selbst wenn mein Gerät nicht betroffen sein mag, ich kann Schadsoftware in den eigenen Betrieb transferieren. Insbesondere – wenn wie oben – eine App beworben wird, die den einfachen Datenaustausch per USB ermöglicht.

Wenn man Themen wie „Bring your own Device“ oder „Cloud-Computing“ effektiv einsetzen will, geht das nicht ohne minimale Sicherheit.

Und einmal ganz klar gesagt: Aus der Beratung eines Kunden leiten sich auch Pflichten zur umfassenden Aufklärung nach dem Stand der Technik ab. Und da kann ein freigesetzter Trojaner einem Freelancer ganz schnell die Kalkulation zunichte machen!

Wir brauchen also eine Änderung in der Wahrnehmung. Und das vor allem bei den Menschen, die SocialMedia im Unternehmen einsetzen wollen. Wir kommen sonst nie an den Punkt, an dem eine sachliche Diskussion über notwendige und hinreichende Maßnahmen zur Risikoabwehr stattfindet.

IT-Sicherheit blockiert Kreativität nicht. Sie verhindert aber unter Umständen, dass Marketing-Maßnahmen richtig schief gehen.

Wenn nämlich vom Tablet des SocialMedia Managers bei der Präsentation Schadsoftware ins Firmennetz des Kunden gelangt, wird es schwer, sich als kompetent und sachverständig darzustellen!

Also gehört das Thema IT-Sicherheit zur Einführung von SocialMedia! Risikomanagement findet nur im Bereich „Shitstorm“, sondern dort statt, wo der Betrieb der Hilfsmittel zum Risiko wird. Ein Schal an der Drehbank ist im Winter zwar hilfreich, kann einem aber auch ganz schön die Luft abschnüren.

Warum also nicht die Kooperation suchen und sich von jemandem auf der technischen Ebene beraten lassen?

Man steht als SocialMedia-Berater dann nicht schlechter beim Kunden dar. Im Gegenteil. Man kann fundiert darlegen, dass man auch an diesen Aspekt denkt! Und man hat jemanden dabei, der die Kommunikation mit der IT-Abteilung des Kunden übernimmt und mit dieser auf deren Gebiet auf Augenhöhe sprechen kann! Auch das dürfte dazu beitragen, dass die latenten Bedenken des Kunden überwunden werden.

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