2013 – Trends finden zusammen


2013 - TrendsEin kleiner Jahresrückblick auf die Trends des ablaufenden Jahres 2012.

Oder doch schon eher ein nachdenklicher Blick in die Zukunft des Jahres 2013.

Im kommenden Jahr werden sich einige Dinge in der IT ändern. Einige Trends zeichnen sich schon jetzt klar ab.

Und mit diesen Änderungen kommen auf alle Anwender und Administratoren neue Herausforderungen zu.


Zum Ende das Jahres 2012 zeichnen sich ein paar Trends ab, die man als Zeichen sehen kann, wie es in der IT weitergeht.

Hardware: Der Desktop-PC hat im privaten Bereich weitgehend ausgedient.

Seit Mitte 2012 zeichnet es sich immer deutlicher ab. Viele Privatanwender wollen keine klobige Hardware mehr herumstehen haben. Das Tablet ist im Wohnzimmer angekommen. Mal eben im Internet was nachsehen? Kein Problem. Tablet an, nachsehen, fertig. Nicht erst den Rechner hochfahren, den Browser starten und suchen. Das geht doch auch anders…

Die Umsatz und Gewinnzahlen der großen Hardware-Hersteller sind alles andere als rosig und belegen diesen Trend. Es ist ja auch kein Wunder, wenn man über Jahre hinweg Innovation in höheren Taktraten anstatt über Bedienkonzepte definiert.

Software: Abo-Modelle und schnellere Versionswechsel

Auch in diesem Bereich stehen viele Änderungen ins Haus. Immer mehr Applikationen werden nicht mehr als klassisches Box-Produkt auf CD/DVD verkauft, sondern landen als Download über einen der Betriebssystemhersteller auf der heimischen Maschine.

Das passt perfekt für die meisten Entwickler. Umgeht man so doch den lästigen Zwischenhandel und kann direkt mehr verdienen. Wobei das ja eigentlich nicht so ist. Denn statt der Zwischenhändler verdient jetzt der Shopanbieter.

Auch ein anderer Trend zeichnet sich ab: Der Trend eine Software „nur mal eben“ zu laden und auszuprobieren. Wie viele Programme sammeln sich im Laufe eines Tablet- oder Smartphonelebens darauf so an? Kaum ein Programm wird älter als 12 Monate. Die Anwender haben sich noch nie so schnell umorientiert, wenn eine neue Software auf den Markt kam.

Datenhaltung: Raus mit den Servern, die Daten kommen in die Cloud.

Alles muss raus. Also auch die Daten. Warum noch eigene Server vorhalten? Es gibt doch genug Anbieter, die einem schier unbegrenzten Speicherplatz anbieten. Skalierbar und für kleines Geld. Ausfallsicher und vermeintlich gut bewacht.

Wohin man blickt, überall schießen neue innovative Anbieter aus dem Boden. Alle haben tolle Leistungsbeschreibungen und AGB. Und das macht mich nachdenklich. Wenn das Verstehen der AGB schwieriger ist als die Technik zu durchblicken, ist Vorsicht angebracht. Vor allem, wenn jede zu erbringende Leistung mindestens zwei Ausschlussklauseln hat.

Netzanbindung: Neue Nummern braucht das Land.

Die Adressen aus der alten IPv4 Vergabe sind aufgezehrt. Immer mehr Unternehmen haben im Jahr 2012 angefangen, auf einen Dual-Stack Betrieb mit IPv6 umzustellen. Erst nur experimentell und über IPv$-Tunnel, da kaum Provider derzeit IPv6 nativ unterstützen. Aber IPv6 wird kommen. Und zwar ziemlich schnell, wenn erst einmal einer damit anfängt. Dann wird es auf einmal Wettbewerbsmerkmal.

An dem Punkt wird es dann zu spannenden Effekten kommen. Einige Anwender erleben diese gerade schon. Es haben nämlich einige Kabelnetzanbieter angefangen auf IPv6 umzustellen. Mancherorts liefert der Anbieter sogar NUR noch IPv6. Das funktioniert im eigenen Netz ja auch wunderbar. Aber man legt vielleicht die Strukturen des Anwenders damit lahm..

Soziale Netzwerke: Die klassische Webseite ist tot.

Viele merken das nur noch nicht. Was als Dokumentationsmedium am CERN begann, wird zu einem universellen Kommunikationsmedium. Jeder kann jeden erreichen. Und etwas über ihn erfahren.

Dieser am stärksten wahrnehmbare Trend birgt auch die meisten Überraschungen.

 

Gut. Das waren die Trends in der Übersicht. Und wie sieht es auf den zweiten Blick aus?

All das da oben kann für sich genommen unsere IT-Welt positiv beeinflussen. Selbst die Datensammelei der sozialen Netzwerke. Zusammengenommen wird es nämlich wieder problematisch. Denn ein Thema fehlt wie so oft: Sicherheit.

Warum das so ist, ist ganz einfach. Neue Produkte werden eingeführt und verkaufen sich besser, wenn man Risiken gegenüber dem Kunden ausblendet. Der Kunde will das eigentlich auch gar nicht wissen. Er findet ja toll, das alles von überall zugreifbar ist. Wie das funktioniert, ist egal. Hauptsache, es geht. Und möglichst alles mit nur einem Passwort. Oder am Besten komplett verzahnt mit dem Login bei Facebook.

Die neuen Netzwerkadressen werden Löcher in Firewall bohren. Neue Konzepte zur Absicherung von Netzwerken müssen her. Wo die Netzwerke zu suchen sind, erfährt man in den sozialen Netzwerken.  Ebenso bekommt man heraus, wer dort arbeitet. Aus vielen Einzelinformationen lässt sich ein Überblick gewinnen.
Tablets von Mitarbeitern sind mobil und tragen mehr Daten als man so glaubt. Oder die Tablets sind direkt mit dem Cloudspeicher verbunden. Beim Abhandenkommen solcher Geräte müssen Strategien zur Sperrung her.

Genauso müssen Methoden ins Unternehmen (und eigentlich auch nach Hause!), die vor der Installation einer App aus dem Shop erst einmal an einem Gerät prüft, was diese App eigentlich alles an Daten anfordert und versendet.

Im Grunde werden Anwender und Administratoren im Jahr 2013 eine ganze Menge neu lernen und gemeinsam erarbeiten. Es macht keinen Sinn, dass sich eine der beiden Gruppen dagegen sperrt. Die Trends zur Veränderung sind da, sie müssen nur ganzheitlich und nachhaltig umgesetzt werden.

 

Und damit sind wir  beim nächsten Thema. Wie kommt man als Anwender oder Entscheider an Informationen wie man mit diesen Trends umgehen soll?

Ganz einfach. Man muss sich informieren. Und zwar nicht dort, wo man immer einkauft, sondern da, wo man passende und objektive Informationen bekommt. Informationen, die eben nicht nur davon handeln, wie toll das alles doch ist, sondern die auch kritische Aspekte beleuchten.

Also dann jetzt mal kurz den Werbeblock.

Im nächsten Jahr wird eine lose Reihe von Informationsveranstaltungen starten, bei denen ich Rede und Antwort stehen werde.
Es soll keine abendfüllende Veranstaltung in einem 100 Personen-Saal werden. Sondern ich möchte mich individuell mit den Fragen und Problemen des Einzelnen beschäftigen. Daher wird es im kleinen Rahmen von maximal 20 Personen stattfinden. Der Ort steht noch nicht fest, aber ich habe da was im Kopf.
Welche Themen behandelt werden, möchte ich mit den potentiellen Interessenten diskutieren. Eine Veranstaltung wie sie mir vorschwebt, lebt vom Bedarf und den Problemen der Anwender. Wer also Anregungen und Themenvorschläge schon jetzt einreichen möchte, darf gerne links das Feedback-Fähnchen benutzen und sich mit mir in Kontakt setzen.

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