Die Netzgemeinde bei der re:publica

In Berlin ist die re:publicaDie Netzgemeinde macht in Berlin was unter dem Motto „Finding Europe“.

Das klingt nach Visionen, die es zu diskutieren und vorzustellen gilt. Das Problem dabei: es ist mal wieder was MIT der Filterbubble. Und wieder einmal IN der Filterbubble. Jetzt hat es die Veranstaltung zwar bis in die Tagesschau geschafft, aber was bleibt hängen beim Betrachter? Wunschdenken und irgendwie doch nur die Reflektion der eigenen heilen Welt.

Die re:publica ist DAS Treffen der deutschen Internetgemeinde schlechthin. Hochkarätige Sponsoren und Vortragende stehen auf dem Programm. Man redet über scheindemokratische Strukturen in den USA, versucht sich viel mit Medien. Aber alles in allem sind die Vorträge oft nichts anderes als eine Darstellung des aktuellen Status Quo im Bereich Internet und Medien.

Wie passt das zum Visionär angelegten Motto?

Wichtig ist für mich die Feststellung wo wir alle als Netzgemeinde gerade stehen. Der erste Hype um Dienste im Internet, neue Möglichkeiten und Kommunikationsveränderungen ist vorbei. Für manche hat die Rückbesinnung auf „alte“ Werte begonnen, andere sind im Tal der Tränen aufgrund abhanden gekommener Daten und wiederum andere haben schon begonnen, mit reduzierter und zielgerichteter Nutzung all die neuen Dinge des Netzes auch produktiv zu nutzen.

Das ist die eigentlich gute Entwicklung. Es wird nicht mehr einfach jede neue App geladen und jeder neue Dienst genutzt, sondern es wird ganz oft hinterfragt, was einem das eigentlich nützt. Die unreflektierte Nutzung von Technik war nie eine gute Alternative. Jede Technologie sollte hinterfragt und auf den Nutzen überprüft werden.

Wenn das Hinterfragen alltäglich und selbstverständlich ist, dann erst sind wir an dem Punkt wo wir souverän das #Neuland nutzen.

 


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